Es war eine Mammutaufgabe, die es gemeinsam zu stemmen galt im Schuljahr 20/ 21. Unsere Rektorin Andrea Langenfelder stellte den Zusammenhalt der Schulfamilie in der Zeit der Pandemie in den Mittelpunkt ihrer Rede. Dabei habe die gemeinsame Kraftanstrengung nicht nur zu überdurchschnittlichen Prüfungsresultaten geführt.

Positives Denken prägten Gedanken und Worte unserer Schulleiterin in ihren Ausführungen. Detailliert ging sie dabei auf den reichhaltigen Erfahrungsschatz, den sich Jugendliche in diesem Ausnahmeschuljahr vor allem im Homeschooling aneignen konnten. „Ihr könnt selbstständiger arbeiten und euch besser organisieren als frühere Jahrgänge, ihr habt Ausdauer bewiesen und Selbstständigkeit, ihr könnt euch schnell neuen Situationen anpassen,“ so Frau Langenfelder. „Ihr habt Pdfs erstellt, Fotos hochgeladen und Arbeiten digital abgegeben, vor allem aber habt ihr gelernt für euch selbst Verantwortung zu übernehmen – und damit eine Reihe wichtiger Kompetenzen für die berufliche Laufbahn erworben.“
Zuvor hatte die Schuhplattlergruppe der Klasse 10 d für einen kurzweiligen und schwungvollen Auftakt der Veranstaltung gesorgt.
Souverän und professionell sei die Schule mit den schwierigen Herausforderungen der Pandemie umgegangen, so Landrat Bernhard Kern in seiner Ansprache. „Ein neuer Lebensabschnitt kann beginnen.“ Auch für seinen Sohn Virgil, der in diesem Jahr den mittleren Bildungsabschluss an unserer Schule erreichte. Das erworbene Sachwissen und auch die erlangten sozialen Kompetenzen der jungen Menschen fördere nicht zuletzt Offenheit und Toleranz, spannte Kern einen Bogen von der Schul- zur Charakterbildung.
Das Ende hier sei der Anfang für einen neuen Weg, so Freilassings erster Bürgermeister, Markus Hiebl. Der könne auch mal holprig sein. Dann komme es darauf an, auf Freunde und ein gutes Team bauen zu können, die einem helfen, die Steine aus dem Weg zu räumen. „Ihr habt alles für eure Noten getan und sehr gute Ergebnisse erreicht,“ so das Stadtoberhaupt, das einst selbst die Knabenrealschule besuchte. Aber Noten bewerteten nur eine punktuelle Leistung, nicht aber das, was euch als Persönlichkeit ausmacht.“
Die Geschichte lehrt uns, jede Pandemie hat große Veränderungen mit sich gebracht, so die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Annette Schwarz. Jetzt gelte es, aus diesen Erfahrungen zu lernen und seine Schlüsse daraus zu ziehen.
Schülersprecher Benedikt Kammhuber-Gröbner zog für sich und seine Mitschüler ein positives Fazit seiner Jahre an der Realschule „Man schloss Freundschaften, entdeckte neue Interessen und lernte viel über sich selbst.“
Für den organisatorischen Ablauf der Veranstaltung war einmal mehr Lehrerin Irmengard Wenk verantwortlich. Sie hatte die Veranstaltung auf beide Turnhallen aufgeteilt und die Programmabläufe aufeinander abgestimmt. Rektorin Langenfelder und Konrektor Martin Prechtl moderierten die geteilte Feier informativ und unterhaltsam.
30 mal stand bei den Absolventen die Eins vor dem Komma. 84 Schülerinnen und Schüler waren zur Prüfung angetreten, alle bestanden. Einen nicht unerheblichen Anteil an den guten Ergebnissen hatten die vier Klassenleiter: Sandra Kress (10 a), Christine Asen (10 b), Joachim Blum (10 c) und Irmengard Wenk (10 d).
Folgende Schüler wurden für ihre herausragenden Leistungen mit einem Geld- und Sachpreis ausgezeichnet: Stefan Edfelder (10 a) und Christian Schroll (10 a); Julius Blank (10 b), Simon Stippel (10 b) und Lukas Danzl (10 b); David Frank (10 c) und Nina Geigl (10 c); David Stadler (10 d)

Johannes Vesper

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