Durch die MINT-Initiative rückten die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer sowie die technisch ausgerichteten Lernfelder in den letzten Jahren in den Fokus der Bildungsdebatten und auch im Realschulhaus verschafften sie sich Raum. So war in den PC-Räumen zu sehen, wie man Roboter programmiert und der PC zum interaktiven Lernen genutzt werden kann.

Die Experimente in Chemie, Physik und Geographie versetzten die jungen Besucher ebenso ins Staunen wie die Stabheuschrecken und Riesenschnecken der Fachschaft Biologie. Der Workshop im Fach Werken und die interaktive Mathematik mit Tablets ergänzten das breite Spektrum moderner Lernverfahren in den MINT-Fächern. Hoch im Kurs stehen bei den Kindern und Jugendlichen aller Jahrgangsstufen die Exkursionen ins Schülerforschungszentrum nach Berchtesgaden, das ein breitgefächertes Kursangebot in seinem Repertoire hat.

Seine körperliche Fitness testen konnte man auf einem Geräteparcours in der neuen Turnhalle. Diese bietet - mit integriertem Fitnessraum, der Kletterwand im Außenbereich und dem neuen Minispielfeld - viele Möglichkeiten für den Sportunterricht und auch für die Angebote am Nachmittag. Auch die Offene Ganztagsschule nutzt häufig die Sportmöglichkeiten für ihr Betreuungsangebot.

„Wir haben großes Glück mit unserem Sachaufwandsträger, der immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat“, freut sich unser Schulleiter Herr Thoma über die gute Ausstattung des Lernbetriebs. Da könnten nicht so viele Schulen mithalten. Das gilt vor allem für die Klassenräume. Dokumentenlesegeräte, Beamer und Laptops mit Internetanschluss ermöglichen vielfältige Formen der Unterrichtsgestaltung. Die elektronische Protokollierung des Unterrichts erleichtert die Arbeit der Lehrkräfte wesentlich und auch für Eltern und Schüler wird der Schulalltag transparenter. Aus dem Klassenbuch von einst ist WebUntis geworden, ein webbasierendes, interaktives Stundenplansystem.

„Wir sind zwar eine „Mint-freundliche, aber keine Schule mit einer einseitigen Ausrichtung auf die Naturwissenschaften und die technischen Lerninhalte“, stellt Herr Thoma die Gleichrangigkeit aller Fachschaften unmissverständlich heraus. Wem der Andrang rund um Robotik und digitalem Lernen zu groß wurde, der konnte sich im Schulinnenhof in den aufwändig gestalteten „Alltag des Mittelalters“ entführen lassen, sich Lapbooks aus dem Geographieunterricht anschauen, die kreative Interpretation von Märchen aus dem Deutschunterricht kennen lernen oder die Schülerbücherei besuchen. Zur Stärkung konnte man entweder ins Bistro der Fachschaft Französisch einkehren oder sich am Stand des Elternbeirates verköstigen.

Viele Besucher strömten vergangenen Samstag in die Realschule im Rupertiwinkel. Eltern und Kinder konnten sich einen Eindruck verschaffen, wie der Alltag an der Knabenrealschule aussieht. Auch zahlreiche ehemalige Lehrkräfte und Schüler waren gekommen, um an diesem Vormittag dabei zu sein – ein Fest für die Schulfamilie.

Kathrin Molitor

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