... schwarze Anzüge, coole Sonnenbrillen, dunkle Krawatten auf blütenweißen Hemden: In Sachen Habitus hat sich nicht viel getan, vergleicht man die Entwicklung der Kultserie "Men in Black" in den letzten 22 Jahren, dieser geheimen, für die Überwachung von außerirdischen Aktivitäten zuständigen New Yorker Behörde.

Die hat sich zwar für die vierte und vorerst letzte Folge mit einer weiblichen Agentin verstärkt, die von Tessa Tompson gespielt wurde. Trotzdem ließ der jüngste Teil, der in diesem Sommer in den Kinos lief, die Kassen nicht so recht klingeln. Zu schnelllebig ist die Zeit für kontinuierlichen Erfolg und Gewinn. Auch ein Jerome Boateng in der Nebenrolle vermochte den Absturz nicht zu verhindern. Der hat sich ja mittlerweile an Nebenrollen gewöhnt.

Da gelang es dem Keyboarder Ken Hensley von der Band Uriah Heep deutlich erfolgreicher auf dem Markt der Tonträger zu platzieren. Der schickte vor einem halben Jahrhundert seine "Lady in Black" auf eine musikalische Reise, die bis heute anhält. Eine melodiöse Frauengestalt wirkt anscheinend nachhaltiger als eine Horde wild gewordener Männer. Bei den Jugendlichen jedenfalls ist die Modefarbe Schwarz auf dem Vormarsch.

Johannes Vesper

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