Auch in diesem Herbst führte das Schülerforschungszentrum in Berchtesgaden wieder das beliebte Technik Camp durch. Vor den Herbstferien sollten eine Woche lang verschiedene moderne Produktionsverfahren und aktuelle Technologien kennengelernt und innerhalb eines handwerklich-technischen Projektes umgesetzt werden. Nach einer kurzen Einführung und allgemeinen Informationen über den Ablauf durfte schon bald mit technischen Zeichnungen für eine kinetische Maschine losgelegt werden.

Mit dabei waren auch eine Schülerin und zwei Schüler unserer achten Jahrgangsstufe. Das Projekt startete am Dienstag, den 22. Oktober. Die benötigten Bauteile wurden anschließend von den Teilnehmern mit Hilfe eines LaserCutters aus Holz ausgeschnitten, mit einem 3D-Drucker individuell angefertigt oder an der Drexel hergestellt. Ihre fertigen kinetischen Maschinen stellten die Schülerinnen und Schüler am letzten Tag, am Samstag, den 26. Oktober, im Schülerforschungszentrum vor und beschrieben sichtlich stolz die eigene Vorgehensweise und die Programmierung. Gearbeitet wurde täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr. Die Abende verbrachte man gemeinsam mit Betreuern, zum Abschluss stand eine Fackelwanderung auf dem Programm.
Die Quittenbaum GmbH, die Aicher Gruppe, die Südwestdeutsche Salzwerke AG, die Trans Textil GmbH, die PSM Protech GmbH & Co. KG und die Firma Engelbert Sellmaier Feinwerktechnik GmbH ermöglichten den Schülern die kostenlose Teilnahme am Camp über den Förderverein des SFZ. Anschließend konnten sich die Achtklässler eine dieser Firmen auswählen und sie in kleinen Gruppen besuchen. So war es möglich erste Kontakte hinsichtlich möglicher Praktika zu knüpfen.

"Die Jugendlichen lernen im Technik Camp auch, dass Projekte von der Planung bis zum fertigen Produkt vollendet werden", so Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp. Manchmal gelte es dabei, die Fähigkeit für Geduld und Zuversicht weiter auszubauen, um solch ein Projekt bis zum Ende durchzustehen. Der Vorsitzende des Fördervereins, Herr Sellmaier, sieht im Technik Camp die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern und so einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ebenso lasse sich dabei die Wissenslücke über viele handwerkliche Berufe und Betriebe im Berchtesgadener Land auffüllen, so Sellmaier. Sein eigener Werdegang, nach dem Quali, könne ein Beispiel dafür sein, dass es nicht immer das Abitur und Studium sein muss, um im Leben erfolgreich zu sein.
Welche Begeisterung durch das Technik Camp bei den Jugendlichen angekommen ist, merkt man am besten an der geschlossenen Reaktion über eine Wiederholung im nächsten Jahr: „Wenn Sie das Technik Camp nur für die 8. Klassen anbieten, dann müssen wir alle wiederholen, um noch einmal kommen zu können.“ Ein besseres Kompliment kann man nicht erwarten!


Sandra Gaede

 

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