Lapbooks sind Faltbücher, die zu einem Thema entstehen, sich mehrmals aufklappen lassen und Taschen mit Inhalt enthalten, zum Beispiel kleine Faltbücher, Leporellos, Kreisheftchen, Briefumschläge und vieles mehr. Die fantasievollen und schön gestalteten Exemplare, die hier auf unserem Foto zu sehen sind, stammen von den Schülern der 8 c und entstanden zum Thema „USA“ im Erdkundeunterricht von Frau Molitor.

Bei der Gestaltung der Faltbücher sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Idee der Lapbooks stammt aus Amerika, dort werden sie vor allem bei der Erarbeitung von verschiedenen Sachthemen im Schulunterricht eingesetzt. Das Positive daran ist, dass jeder Lernende ein eigenes Ergebnis erzielt. Jedes Lapbook ist individuell, keines gleicht dem anderen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbständig, wie sie mit erarbeiteten Informationen umgehen, bringen die Aspekte ihrer persönlichen Einschätzungen schriftlich und gestalterisch in ihr Buch ein.

Lapbooks können auch im Zusammenhang mit der Lektüre eines Sachbuchs, eines Sachtextes, eines Bilderbuchs und eines Kinder- oder Jugendromans entwickelt werden. Während des Lesens und danach trägt die Schülerin bzw. der Schüler, meist durch konkrete Aufgabenstellungen gesteuert, wichtige Erkenntnisse, ermittelte Informationen zu verschiedenen Aspekten, persönliche Einschätzungen usw. schriftlich und zeichnerisch in unterschiedliche selbst gestaltete attraktive Präsentationsformen ein, die am Ende in einer Mappe, einem gefalteten Karton o. Ä. befestigt werden.

Es gibt unendlich viele Varianten von Lapbooks, kein Ergebnis gleicht dem anderen. Bedingung für die Erarbeitung ist, dass die Schülerinnen und Schüler mehrere kleine Präsentationsformen kennen und ihnen vielfältige Materialien, wie zum Beispiel farbiges Papier, Karton, Umschläge, Kataloge usw. und ausreichend Zeit zur Verfügung stehen. Lapbooks können auch in Gruppenarbeit hergestellt werden und so die gemeinschaftliche Arbeit mehrerer Schüler sichtbar machen.

Johannes Vesper

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