Wenn ein vielseitig ausgebildeter und mit allerhand Referenzen versehener Taekwondo-Freak wie Martin Jakob vom ESV Freilassing die Halle betritt, dann spürt man etwas von der Aura der koreanischen Kampfsportart, deren Tradition sich über zweitausend Jahre zurückverfolgen lässt. Schnell hat er die Schüler auf seiner Seite. Die warten gespannt auf den Action-Teil der Stunde.

Unser Sportlehrer, Herr Fuchs, und seine Klasse 8 a kommen an diesem Vormittag in den Genuss der Unterweisung in die Kampfeskunst des Taekwondo, ein Wort, das sich aus drei Silben zusammensetzt:
Tae =„Fuß“
kwon =„Faust“
do =„Weg“, „Lehre“ „Kunst“
Taekwondo (auch Taekwon-do / Tae kwon do / Tae-kwon-do geschrieben) heißt „Die Kunst des Tretens und Schlagens“.

Obwohl Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen. So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten. Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich in einzelne Disziplinen. Je nach Verein oder Schule werden die Schwerpunkte im Training unterschiedlich gesetzt.

Im Taekwondo Verein Freilassing trainieren Breiten-, Hobby-, Freizeit-, Wettkampf- und Leistungssportler, egal ob Kinder, Jugendliche, junge/ältere Erwachsene, in den dafür speziellen Trainingsgruppen. Die Wettkampfsportler des österreichischen Leistungszentrum Mitte (Hauptsitz Oberndorf/Salzburg). Die unter anderem Mitglieder des österreichischen Nationalkader oder Nationalteam sind, sowie Mehrfache nationale/internationale Medaillen Gewinner trainieren regelmäßig mit.

Durch kontinuierliches Training und bewusste Ausübung dieser Disziplinen soll der Taekwondoin, so wird ein Taekwondo-Betreibender genannt, seinen Geist schulen. Um mit dem Taekwondo-Training zu beginnen sind weder Vorkenntnisse in anderen Sportarten noch besondere Beweglichkeit oder ein bestimmtes Alter Voraussetzung. Die körperliche Beweglichkeit und das Bewußtsein entwickeln sich beim Üben. Taekwondo ist also für Menschen jeden Alters und Geschlechts geeignet

Respekt und Formwahrung ist gerade in Asien selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens. So auch beim Taekwondo. Ein hervorstechendes Merkmal dieses Zeremoniells ist das Verneigen: Mit der Verneigung wird nicht nur Respekt vor dem Lehrer und dem Übungspartner ausgedrückt, sie dient vor allem der Sammlung und Konzentration.

Johannes Vesper

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