Die Stille vor dem Unterricht ist gar nicht so leicht herzustellen. Jahr für Jahr gelingt es der Fachschaft Religion in der Adventszeit eine kurze Zeit der Besinnung vor dem Unterricht am Freitag des jeweiligen Adventswochenendes zu gestalten, bei der die Anwesenden ganz in sich versinken. So war es auch heuer.

Ist das nicht wunderbar? Endlich Weihnachten! „Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus, sinnend geh'n wir durch die Gassen, alles sieht so festlich aus“ - zumindest, wenn man im 19. Jahrhundert unterwegs ist und Joseph von Eichendorff heißt.

Die Erkenntnis, dass Weihnachten immer mehr zu einem Fest der Hetze verkommt, ist längst auch in unserem virtuellen Bewusstsein angekommen. Gibt man die Begriffe "Weihnachten und Stille" bei Google ein, erhält man 5,2 Millionen Ergebnisse - die Kombination "Weihnachten und Stress" ergibt rund 40 Prozent mehr Treffer: 8,7 Millionen.

In einer Zeit, in der Weihnachten als „Fest der Liebe“ vermarktet wird und Gefahr läuft, als reines Geschenke- und Familienfest seinen christlichen Inhalt zu verlieren, sind die Menschen oft dankbar für Momente der Stille und Einkehr. Der aufreizende Trubel der vorweihnachtlichen Zeit lenkt unsere Aufmerksamkeit häufig an die Oberfläche und macht uns rastlos und leer. Die Religionslehrer, hier Frau Kreidl, haben diesbezüglich positive Impulse gesetzt und nachdenklich gemacht.

Johannes Vesper

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