Nach der erfolgreichen Berufsmesse im November stand vor den Weihnachtsferien ein weiterer ausbildungsorientierter Höhepunkt für unsere Schule auf dem Programm. Vereinbart wurde auf Initiative der IHK München eine so genannte Bildungspartnerschaft mit der Firma Max Aicher. Es war die erste dieser Art im Berchtesgadener Land. Sie soll die Kooperation zwischen Betrieb und Schule für beide Seiten effizienter und praxisorientierter gestalten.

Schon seit 2014 verfolgt die Industrie- und Handelskammer das vielversprechende Konzept der Intensivierung von schulischer und betrieblicher Zusammenarbeit. Regionale Unternehmen und ortsansässige Schulen sollen dabei zusammengeführt werden. Neben unserer Schule wurden gleichzeitig auch die Mädchenrealschule Freilassing und die Mittelschule Mitterfelden zu Vertragspartnern der Fa. Max Aicher.

In erster Linie sollen die Schülerinnen und Schüler gezielter und vielfältiger auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden, zum Beispiel durch Praktika, Bewerbertraining, praxisnahe Berufsorien¬tierung, Berufsinfoabende, Betriebsführungen, Praktika, Mitmach-Angebote dem Girls‘ oder Boys‘ Day bis hin zu Lehrerpraktika. Andererseits ermöglicht es dem Ausbildungsbetrieb schon frühzeitig, geeignete Bewerber kennen zu lernen und mit ihnen näher in Kontakt zu kommen.

Damit wird eine Brücke zwischen der schulischen Theorie und der beruflichen Praxis geschlagen, was letztendlich allen Beteiligten zugutekommt. „Die enge Zusammenarbeit zwischen unserer Schule und der Fa. Aicher dient der besseren Berufsorientierung und soll die Schülerinnen und Schüler schrittweise an die Ausbildungsangebote heranführen,“ so unsere kommissarische Schulleiterin, Frau Langenfelder, die zusammen mit Herrn Blum, der die Bildungspartnerschaft für unsere Schule koordiniert, zur Vertragsunterzeichnung an den Firmensitz der Aicher Unternehmensgruppe gefahren war.
„In Zeiten des Fachkräftemangels wollen wir zeigen, dass sich eine Ausbildung immer lohnt“, so Geschäftsführerin Katharina Eisl. „Durch die Bildungspartnerschaften lernen die Jugendlichen aus der Region nicht nur unseren Betrieb kennen, sondern auch die Vorteile einer Ausbildung in der eigenen Heimat.“ Eine fundierte Ausbildung sei der Grundstein für berufliche Weiterbildung und Karriere. „Unsere Auszubildenden von heute sind die Führungskräfte von morgen“, so Michael Ganster, Leiter des Personalwesens im Hause Aicher.
„Die Bildungspartner¬schaft ist ein Vorzeigeprojekt für die Berufswahl. Die Vernetzung von Schulen und Betrieben vor Ort ist dabei der Garant für ihren Erfolg“, zeigt sich Herbert Püls, Ministerialdirektor des Bayerischen Staatsministe¬riums für Unterricht und Kultus, von der IHK-Initiative angetan.
Johannes Vesper

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