Beim Goaßlschnalzen vor mehreren Jahren waren auf unserem Schulgelände mehrere Weltmeister mit von der Partie. Auch in diesem Jahr schlugen sich unsere Jungen redlich und gaben eine Kostprobe ihre Könnens als Pauseneinlage.  „Was dem Geiger seine Violine, ist dem Schnalzer seine Goaßl“, so umschrieb einst Martin Grundner, seines Zeichens Großmeister der Goaßlbauer, seine Passion. Der Anfänger wird dem „Instrument“ kaum einen Ton entlocken, nur der Könner erzielt den richtigen Knalleffekt, einen Überschallknall. Bei Wettbewerben muss jeder Schlag sitzen: Bewertet wird die Präzision. Die Schläge müssten absolut sauber sein und im Takt erfolgen“, so unsere Goaßl-Buben. Sonst habe man bei Wettkämpfen keine Chance.

Nur von Weihnachten bis zum Faschingsdienstag darf man es richtig krachen lassen. Nach altem vorchristlichem Brauch soll den Mächten der Finsternis und Kälte der Garaus gemacht werden. Andere Deutungen sehen das Schnalzen als Mittel, das Wachstum des unter der Erde schlummernden Saatgutes anzuregen. Während der Pestzeit soll es gar als Verständigungsmittel gedient haben. Dass es in den kommenden Jahren so weitergeht mit der innerschulischen Brauchtumspflege, darüber muss man sich keine Gedanken machen. Viele Schüler der unteren Jahrgänge sind in ihren Vereinen und in ihrem Brauchtum bereits fest verwurzelt und freuen sich auf künftige Veranstaltung.
J. Vesper

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